Kampfsport, Punchkids, Selbstverteidigung, Sicherheit

Warum Punchkids auch die Bodenabwehr üben

Wenn Menschen an Selbstverteidigung für Kinder denken, haben sie oft Situationen im Kopf wie Abstand halten, weglaufen, laut sein. Diese Übungen sind ein wichtiger Baustein unseres Unterrichts, aber von Zeit zu Zeit steht bei den Punchkids auch die Bodenabwehr auf dem Lehrplan. Gerade bei Kindern enden viele Konflikte auf dem Boden – ob auf dem Schulhof, im Kindergarten oder auf dem Spielplatz. Genau deshalb gehören für uns auch die Basics der Bodenabwehr zu einem ganzheitlichen Kindertraining.

Warum ist Bodenabwehr auch für Kinder wichtig?

Auf dem Schulhof reicht oft ein Schubser, ein Stolpern oder ein Gerangel – und schon liegen ein oder sogar beide Kinder am Boden. Die horizontale Körperhaltung ist für uns Menschen ungewöhnlich und bringt Probleme mit sich: Beweglichkeit und Sichtfeld sind eingeschränkt, der Stresspegel steigt und Tritte werden lebensgefährlich. Wer dann nicht weiß, was zu tun ist, gerät schnell in Panik. Schon einfache Techniken zur Bodenabwehr geben Kindern Sicherheit, weil sie lernen: Ich bin nicht hilflos und kann mich wehren – auch wenn ich auf dem Boden liege.

Das häufigste Szenario: Die Mount-Position

Eine der häufigsten Situationen in Bodenkonflikten ist die sogenannte Mount-Position. Dabei sitzt ein anderes Kind auf dem Oberkörper des anderen und blockiert dessen Bewegung. Für Erwachsene ist das schon unangenehm – für Kinder erst recht. Ohne Training – körperlich, aber auch mental – fühlen sich Kinder in dieser Position schnell hilflos und ausgeliefert. Genau hier setzt kindgerechte Bodenabwehr an: Nicht mit Kraft oder Aggression, sondern mit einfachen, klaren Bewegungen, die funktionieren. Das Hauptziel unseres Unterrichts ist es aber, den Kindern Handlungsfähigkeit zu vermitteln:  Ich bin nicht hilflos. Ich kann immer etwas tun. Ich kenne Techniken und Tricks, die mir jetzt helfen.

Was lernen Punchkids bei der Bodenabwehr?

In einem guten Selbstverteidigungs-Kindertraining geht es nie ums Kämpfen, sondern um Schutz, Reaktionsfähigkeit, Orientierung und vor allem um das schnelle Herauskommen aus der Situation. Kinder lernen unter anderem:

  • Richtig fallen, ohne sich zu verletzen
  • Am Boden schnell in die optimale Position kommen
  • Kräftige Fußtritte, um Abstand zu schaffen
  • Befreiungstechniken, z. B. aus der Mount-Position
  • Schnelles Aufstehen, um die Situation zu verlassen

Wichtig: Alle Techniken werden altersgerecht und sicher aufgebaut und geübt. Es wird nichts erzwungen, sondern Schritt für Schritt gelernt.

Ein Gefühl von Selbstwirksamkeit

Unser Training zur Bodenabwehr stärkt nicht nur den Körper, sondern auch den Kopf. Kinder merken: Ich kann etwas tun. Ich kenne meinen Körper. Ich finde einen Ausweg.
Dieses Gefühl von Selbstwirksamkeit wirkt weit über das Training hinaus – im Schulalltag, im Spiel und im sozialen Miteinander.

Fazit

Auch bei Kindern macht einfache Bodenabwehr Sinn und ist ein unverzichtbarer Teil effektiver Selbstbehauptung. Früh gelernt, kindgerecht vermittelt und immer wieder geübt, gibt sie Kindern genau das, was sie am meisten brauchen: Sicherheit, Ruhe und Handlungsmöglichkeiten.

Unsere Punchkids üben die Bodenabwehr

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